Hirschfelder 

Modellbahner

Unsere Fahrzeuge

Wir fahren auf unserer Anlage Fahrzeuge der Firmen: Roco, Fleischmann, Piko, Lilliput und Bemo. Auch Märklin Wagen mit Gleichstromachsen sind im Einsatz. Gefahren wird, was Spaß macht!

Der Glacier-Express

Der Glacier-Express ist sicherlich einer der berühmtesten Züge in Europa. Jährlich zieht er Tausende von Touristen in die Schweiz. Auf der 8- stündigen Fahrt von Zermatt bis St. Moritz bietet er den Bahnreisenden einen unvergesslichen Einblick in die Schweizer Bergwelt, aber auch der Ingenieurskunst des letzten Jahrhunderts. Fast 300 Brücken, meist Steinviadukte und 90 Tunnel sind Teil der Strecke. Eine Fahrt im „langsamsten Schnellzug der Welt“, so wird der Glacier-Express im Volksmund genannt, ist ein wahres Erlebnis, bei dem die Züge durch atemberaubende Landschaften unterwegs sind und große Höhenunterschiede überwinden müssen. Zunächst führt die Strecke des Glacier-Express von Zermatt (1604 m ü.d.M.) durch das Mattertal ins etwa 1000 m tiefer gelegene Brig-Glis (670 m ü.d.M.). Am gegenüberliegenden Talhang geht es wieder bergauf und hoch über der Rhône verschwindet er dann für 15 Kilometer im Furka-Basistunnel. In Andermatt (1450 m ü.d.M.) führt er am Fuss des St. Gotthard-Massivs vorbei und wird schließlich mit Hilfe einer Zahnradstange zum Oberalppass (2033 m ü.d.M.), dem höchsten Punkt der Strecke, hinaufgezogen. Der weitere Verlauf führt über Disentis (1130 m ü.d.M.), über dem die Benediktinerabtei St. Martin thront. Die Trasse führt dann weiter durch die wildromantische Rheinschlucht. Einer der sicherlich schönsten und interessantesten Streckenabschnitte ist das Albulatal. Von Filisur (1.032 m ü.d.M.), in dessen Nähe das berühmte 65 Meter hohe Landwasserviadukt liegt, überwinden die Züge bis nach Preda (1.789 m ü.d.M. - Beginn des Albulatunnels) über Viadukte und Kehrtunnel einen Höhenunterschied von 750 Metern. In dem bekannten Ort Bergün, dort befindet sich auch das Albulamuseum, führt die Bahnlinie über Serpentinen in die Höhe, sodass man die Züge auf ihrem Aufstieg 3-mal von einem Standpunkt aus sehen kann. Das ist schon sehr beindruckend. In Preda „verschwinden“ die Züge im knapp 6 Kilometer langen Albulatunnel und enden dann in wenigen Kilometern im Engadin im weltberühmten St. Moritz. Neben dem Glacier-Express, der 2 x täglich in beide Richtungen unterwegs ist, befahren Regionalzüge die Strecke im Stundentakt. Ebenso Güterzüge. Da die Strecke eingleisig gebaut wurde, sind im Streckenverlauf Ausweichstellen unvermeidlich, um den Gegenverkehr gefahrlos passieren lassen zu können. Dies geschieht aber auch in den Bahnhöfen selbst. Neben der GE 4/4 III sind noch Loks der Reihe GE 4/4 II sowie vermehrt der neue Triebzugwagen Allegra im Einsatz. Sehr schön finde ich auch, dass alle Elkos den Namen und das Wappen eines der Orte am Streckenverlauf als Patenschaft tragen. Die Loks werden von der RHB auch als Werbeträger genutzt. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass entlang dieses Teiles der Bahnstrecke ein sehr schöner Bahnwanderweg entlangführt. Hierbei kann man die Züge in der herrlichen Graubündener Bergwelt von vielen Standpunkten aus verfolgen.

Die wohl beeindruckendste Lok ist derzeit wohl die Glacier on Tour (Fideris 651). Diese wurde inzwischen
von diversen Modellbahnherstellern im Maßstab 1:22,5 (u.a. von LGB) und 1:87 (BEMO) in limitierter Stückzahl hergestellt.

Diese beindruckende E-Lok ist nun mit zwei Panoramawagen der 1. Klasse, zwei Panoramawagen der 2. Klasse und einem Servicewagen Teil unserer Anlage. (Gegenüber dem Original fehlt der dritte Wagen der 2. Klasse – noch !!)

Als wir den Bauabschnitt „Gebirge“ unserer Anlage in Angriff genommen haben, war es für mich immer eine „Vision“, einen Glacier-Express über die Bergstrecke fahren zu sehen. Das war jedoch zum damaligen Zeitpunkt eher nur ein unerfüllbarer Traum. Denn für unsere H0 Anlage gab es keinen Hersteller für Schmalspurloks der RHB. BEMO hatte diese wohl im Programm, aber nur in der Spurweite H0m – also leider für uns nicht nutzbar. Vor einigen Jahren haben wir aber auf der Faszination Modellbau zu unserem Erstaunen feststellen können, dass BEMO den Glacier-Express (und auch den Bernina-Express) in H0 auf den Markt gebracht hat.  Der Preis war allerdings als „unerschwinglich“ einzustufen, da wir mit nur 5 Mitgliedern in unserem „Club“ eine solche Summe auf Grund der laufenden Unterhaltungskosten der Räumlichkeiten und dem Finanzbedarf anderer wichtiger Dinge unserer sich immer noch im  Bau befindlichen Anlage nicht „abzweigen“ konnten. In diesem Jahr – der Traum vom Glacier-Express war noch nicht ausgeträumt – haben wir dann auf der Messe in Mannheim erfahren, dass die Zuggarnitur werkseitig abverkauft wäre und wahrscheinlich nicht mehr in Produktion gehen wird.

Nach kurzer, aber intensiver Beratung, haben wir uns entschlossen, die Glacier on Tour mit insgesamt 5Wagen in der nicht digitalisierten Gleichstromvariante zu kaufen – solange es noch welche zu kaufen gab. In die Lok haben wir nachträglich einen ESU Lok Pilot V4 Decoder eingebaut.
Somit ist dann doch noch für uns Hirschfelder Modellbahner 
„ein Traum in Erfüllung“ gegangen!
Gerd Böhnke im (April 2019) 




Glacier Express mit GE 4/4 II – Werbelok 50000 Fans der RhB - auf dem Landwasserviadukt zwischen Filisur und Tiefencastel im September 2018 







Glacier Express im Bahnhof von Bergün.
September 2018.



Regionalexpress mit einer GE 4/4 III - Werbelok COOP – im Albulatal zwischen Bergün und Preda.  September 2018



 


Unser Glacier Express im Bahnhof.
März 2019 



Fotos Gerd Böhnke 

Piko Messwagen
Den Piko Messwagen (Art.Nr.: 55050) haben wir uns zugelegt um unsere Anlage zu vermessen. Mit ihm ist es möglich, Steigungen oder Gefälle, Neigung und die Streckenlänge in „m“ oder in "H0 km" der Gleise zu messen. Auch kann die Geschwindigkeit in „H0 km/h“ und die Gleisspannung gemessen werden. Darüber hinaus kann man, wenn man die Lokadresse abfragt, sich die Fahrstufen anzeigen lassen. Dies ist von Vorteil, wenn man Loks einmessen möchte. In der Z 21 App z.B. werden die Loks für die Doppeltraktion vorbereitet, in dem wir die benötigten Werte mit Hilfe des Messwagens bequem ermitteln und anschließend in der App eintragen. Der Messwagen ist mit einem kleinen Bildschirm ausgerüstet um die Werte anzuzeigen. Da der Wagen mit WLAN ausgerüstet ist, kann man sich die Werte auch auf dem Smartphone (beide Betriebssysteme) live ausgeben lassen. Das ist von Vorteil, wenn man z.B. die Messungen in einem Tunnel ausführen möchte. Auch lässt sich der Bildschirm des Messwagens über das Handy umschalten. Piko bietet auch eine PC Software für den Messwagen kostenpflichtig an. Der Wagen ist mit einem Akku ausgestattet, der über die Digital-, oder Analogspannung (DC oder AC) der Gleise aufgeladen werden kann.
Der Wagen ist mit einem NEM Schacht und Kurzkupplungskulisse ausgestattet. Die LÜP beträgt 180 mm, der befahrbare Mindestradius beträgt 358 mm und er ist in Epoche V ausgeführt. 
Wolfgang Rieth